#2 Kommunikation verbessern und Beziehungen stärken
Liebe Leser,
herzlichen Willkommen im Blog von lifecoach-therapie.com. Hier werde ich explizit auf euch, meine Zielgruppe eingehen, meine Themenbereiche beleuchten und vertiefen. Um den Blog lebendig und spannend zu halten, werde ich diese Artikel mit anonymisierten und verallgemeinerten Klienten-Erfahrungen für euch noch greifbarer machen. Eure Interessen und Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt meiner Artikel. Einerseits um euch direkte Hilfestellungen, anwendbare Tipps und Tricks an die Hand zu geben und andererseits, um euch die Scheu zu nehmen Unterstützung zu suchen.
Auch in der Therapiearbeit, im Life Coaching und Begleitung gilt, dass min. 50% des Erfolges auf Vertrauen und Sympathie beruhen. In dem ihr meine Artikel aufmerksam verfolgt, meine Internetseite, die sozialen Medien und Bilder auf euch wirken lasst, werdet ihr ein besseres Gefühl dafür bekommen, ob wir zueinander passen und ich euch das vermittle, wonach ihr sucht. Mentale Gesundheit, Kommunikation, Paartherapie und Sexualtherapie sind ganz fundamentale Bereiche für alle Männer und Frauen, die unser ganzes Leben bestimmen und die wir zudem selbst beeinflussen können. Manchmal provokant, manchmal humorvoll, werde ich Themen aufgreifen, die euch bewegen oder fesseln.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. Wenn euch meine Arbeit gefällt, lasst mir doch gerne bei YouTube,
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„Wir sehen die Welt nicht so, wie sie ist, sondern so, wie wir sind.” Stephen Cove
Kommunikation als steuerbares Informations- und Wirkungsfeld
Kommunikation ist das Feinwerkzeug (zwischen-) menschlicher Begegnung und Beziehung, auch zu sich selbst. Kommunikation ist Psychologie und Technik. Sie offenbart unsere innere Welt und verbindet uns im Außen. Kommunikation zu verstehen ist gleichermaßen wichtig, um sich selbst zu verstehen, wie auch im außen verständlich zu machen. Sie ist weit mehr als nur das gesprochene Wort (nur 7%) und erstreckt sich bis hin zu Kleidung und Auftritt. Kommunikation in ihrer Gesamtheit ist ein riesiges Informationsfeld und Wirkungsfeld, ein Spiegel nach außen, wie nach innen. Sie offenbart mehrere Ebenen, ist die zentralste Form des Ausdrucks und zeigt die eigenen Werte, wie auch den Reifegrad. Seine Kommunikation zu verbessern, ein Kommunikationstraining und Kommunikationscoaching zu machen, bedeutet also auch immer eine Persönlichkeitsentwicklung. Wer besser kommuniziert, redet besser, verhandelt besser, verbessert seine Beziehung und löst Konflikte leichter. Wer seine Kommunikation verbessert, erzeugt mehr Vertrauen, mehr Vertrauen bei den Mitmenschen, wie auch mehr Selbstvertrauen. Grenzüberschreitungen, Konflikte und Eskalation werden verringert oder vermieden. Man erschafft eine Kultur der Offenheit und Ehrlichkeit, ist achtsam, kann über seine Wünsche, Bedürfnisse oder Bedenken souverän und mit Feingefühl sprechen. Man bleibt ruhig und bei sich selbst, trennt sachliches und persönliches. Eine gute Kommunikationstechnik und Kommunikationskultur ermöglicht ein selbstbewusstes Auftreten und selbstsichere Gesprächsführung. Anstatt seine Energie in Konflikten, Missverständnissen und Ängsten zu verlieren, erzeugt man positive Energie und Ergebnisse, durch selbstbewusstes und selbstverantwortliches Handeln. Wer so kommuniziert gewinnt, ohne dass der andere verliert.
Kommunikation als Frage der Kultur
Kommunikation ist also eine Frage der Kultur und braucht einen passenden Rahmen für die gewünschte Stimulation. Meine Klienten berichten mir immer wieder wie Unzufriedenheiten und Streitmomente zwischen Tür und Angel ausgetauscht werden oder sich als ständige Nicklichkeiten und unsichtbare Verletzungen zeigen, anstatt dem Bedürfnis, den Bedenken und Unstimmigkeiten einen entsprechenden kulturellen Rahmen zu geben und einander tatsächlich zuzuhören, um zu verstehen. Die eine Partei oder beide fühlen sich unverstanden, unglücklich oder unter Wert, was in Eskalation, Rückzug oder Bruch mündet. Wenn die Klienten dann zu mir kommen, erkennen sie erst durch meine Analyse und Spiegelung, wie es zu den Entwicklungen kommen konnte und wie vielschichtig eigentlich kommuniziert und verstanden wurde. „Aber ich habe doch“, „Aber ich wollte doch“, „So wollte ich das nicht sagen“, „So habe ich das nicht gemeint“ oder „Mir wird das Wort im Munde umgedreht“, „der hört mir einfach nicht zu“ oder „die redet nur und sagt nichts“ sind Klassiker, die ich fast in jeder Kommunikationsanalyse von meinen Klienten höre. Zudem mache ich ihnen bewusst wie die Situation, Perspektive und Verfassung die Kommunikation beeinflusst haben.
Indem ich dann meinen Klienten helfe sich und andere besser zu verstehen, ihnen zeige wie man mit Klarheit, unmissverständlich und gewaltfrei kommuniziert und wir die verschiedenen Ebenen und Typen der Kommunikation trainieren, lösen sich ihre Probleme und die Beziehungen verbessern sich. Meine Form des Kommunikationstrainings steigert die Selbstverantwortung, das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen.
"Man muss sich selbst verstehen, wenn man sich anderen gegenüber verständlich machen will"
Quasi alles, was ihr in Zukunft von mir zum Thema der Kommunikation lesen werdet, könnt ihr eins zu eins für eure Kommunikation mit euch selbst, dem sog. Inneren Dialog anwenden. Ebenso sind alle Erkenntnisse, die ihr hier erlangt privat, wie auch beruflich anwendbar und gültig. Manchmal ist es auch ein Diskurs, ein (inneres) Streitgespräch, aber auf diesen Unterschied, gehe ich in einem anderen Artikel ein.
Wie im letzten Blog beschrieben, ist jeder von uns immer Bild, Maler und Beobachter. Man kann seinen inneren Dialog, wie einen äußeren Dialog beobachten und die Kommunikation der verschiedenen (inneren) Anteile nicht nur moderieren, sondern auch lenken und die gewünschten Ergebnisse selbst erschaffen. Ganz zentral bei der Kommunikation, egal ob im innen oder außen ist, dass vollständige Verstehen.
Verstehen, Verständnis, Einverständnis
Ihr kennt vielleicht den englischen Ausdruck „Germans have a word for everything?“. Die Detailliertheit und die Feinheit der deutschen Sprache, wird euch helfen Kommunikation in seiner Gesamtheit zu verstehen und zu verbessern, wenn ihr euch der kleinen, feinen Unterschiede bewusst seid. Es macht jeweils einen großen Unterschied, ob ich etwas verstehe (z.B. das Gesagte/Ausgedrückte konnte bei mir ankommen und wurde z.B. nicht durch Lärm oder Ablenkung, mangelnde Aufmerksamkeit nicht wahrgenommen), oder ob ich Verständnis (Empathie, etw. nachvollziehen können) habe oder gar mein Einverständnis zeige.
Um eine erfolgreiche Kommunikation zu führen, sollten diese Ebenen klar getrennt durchlaufen werden. Ein Einverständnis muss dabei nicht zwingend Einigkeit bedeuten. Man kann sich bei einer erfolgreichen Kommunikation auch darüber einig sein, dass man uneinig ist. Jedoch hat jeder das Gefühl verstanden und gehört/wahrgenommen worden zu sein. Dieses schafft dann eine sehr starke Basis des Respekts und des Vertrauens, was gelebte Beziehungspflege bedeutet. Vertrauen in der Kommunikation ist ganz wesentlich, denn welchen Sinn hätte sonst der Austausch.
Man kann nicht nicht-kommunizieren
Weiter oben habe ich erwähnt, dass das gesprochene Wort nur 7% der Kommunikation ausmacht. Das heißt unfassbare 93% sind nicht das, was ich sage, sondern wie ich es sage. Mit welchem Tonfall 38% (verbal), mit welcher Körpersprache 55% (non verbal) kommuniziere ich. Wer kennt nicht das reaktive Muster „Wie redest du eigentlich mit mir?“, sei es auch nur innerlich geäussert.
Wie kleide ich mich, wie trete ich auf, welche Körperhaltung habe ich, bin ich mir meiner Selbst und meiner Wirkung bewusst? Woher kommen wohl Redewendungen und bekannte Aussagen wie: „Du hattest mich beim Hallo“ „Jemanden ohne Worte verstehen“ oder auch „Wir haben kein Wort geredet, uns nicht einmal angeschaut“ „Ich weiß gar nicht, wie es so weit kommen konnte?!“.
Dazu kommt, dass jeder Mensch unabhängig von seiner Persönlichkeit, Reife und Kommunikationstypus auf vier unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig kommuniziert und wahrnimmt. Für untrainierte und unbewusste Menschen ist dieses jedoch unsichtbar, sodass sie reaktiven und angelernten Mustern folgen. Schulz von Thun nennt die vier Ebenen das „Vier Ohren Modell“, in welchem wir gleichzeitig die Sachebene, die Beziehungsebene, den Appell und die Selbstoffenbarung ansprechen. Allein das zu verstehen, ist schon kompliziert. Jedoch ist die Kommunikation nicht nur kompliziert, sie ist unfassbar komplex. (Die Mann Frau Kommunikation ist hierbei nochmal eine Steigerung an Komplexität und mindestens einen Blog für sich wert.) Nicht zu kommunizieren, ist darüber hinaus unmöglich, erst recht nicht mit der Partnerin. Frauen beherrschen dies vermeintlich besser, da Männer nicht verstehen können, dass Frauen manchmal nicht verstanden werden wollen, wenn sie sich nicht einmal selbst verstehen und selbst das ist Kommunikation.
„Komplizierte Dinge kann man trivialisieren. Komplexe Dinge zu trivialisieren ist fatal.“
Damit nicht komplex genug, kommt noch die Ebene des Werteverständnisses und der Reife hinzu. Sog. Werte- und Entwicklungsquadrat. Wie bereinigt kann jemand kommunizieren und verstehen? Ist man sich seiner eigenen verschiedenen Anteile und Traumata bewusst und kennt die Gefahr der Projektion und Übertragung? Wie steht es um Selbstbild, Fremdbild und das eigentliche Selbst? Ist man Achtsam, zu sich und anderen? Wählt man den passenden Rahmen, mit ausreichend Zeit und ist man sich über grundlegende Spielregeln der Kommunikation einig? Kann man wirklich zuhören, um überhaupt zu verstehen?
Die meisten Paare in der Therapiearbeit oder auch bei Konflikten im beruflichen Kontext erlebe ich so, dass dem Gegenüber nur zugehört wird, um zu antworten oder seinen eigenen Punkt einzubringen. Anstatt sich ganzheitlich auf die Wahrnehmung aller Ebenen zu konzentrieren, werden schon die Antworten zurecht gelegt und nur auf ein Luftholen gewartet, um zu antworten. Kein Wunder eskaliert die Kommunikation, verschlechtert sich die Beziehung oder werden Ziele nicht erreicht und Potentiale nicht genutzt.
Kommunikation offenbart Trennungen und ermöglicht Verbindungen
So scheitert jeder immer wieder irgendwo in seiner Kommunikation und das ist auch ganz normal. Die Frage die sich stellt, ob wir uns verbessern und uns entwickeln wollen? Fast jedes Problem, jeder Konflikt oder Unzufriedenheit im Privat- und Berufsleben lässt sich auf ein Problem oder ein ungenutztes Potential in der Kommunikation zurückführen. Wenn nicht im außen, dann im innen oder umgekehrt. Nun aber die gute Nachricht, wir können auch fast jedes Problem über eine verbesserte Kommunikation lösen und damit unsere Beziehungen wieder stärken.
Denkt daran: Verstehen-Verständnis-Einverständnis. Menschen, die sich dieser Komplexität der Kommunikation und der Psychologie bewusst sind, kommunizieren erfolgreich. Nur wer versteht, kann auch lenken. So erzeuge ich durch eigenes, verändertes Handeln Selbstwirksamkeit, die sich selbst bei negativem Verlauf positiv auf mein Selbstbewusstsein auswirkt. Denn Kommunikation ist nicht nur ein Informations- und Wirkungsfeld, es ist auch ein riesiges Lernfeld, voller Fallen und Unwägbarkeiten.
„Ein guter Betrüger, ist auch immer ein guter Verkäufer.“
Wie jedes Wissen und Begabung kann auch die Kommunikation zur Manipulation, zum Nachteil anderer angewendet werden. Man kann über die Kommunikation Menschen verleiten, manipulieren und hypnotisieren. Mit der richtigen Technik kann man Kommunikations-Fallen stellen und Menschen Dinge sagen und machen lassen, die sie so gar nicht wollen. „Der hat mir doch das Wort im Mund rumgedreht.“ „Ich wollte gar nichts kaufen“.
Meine Klienten berichten öfter von Unterstellungen, Vorwürfen oder starken Emotionen in der Kommunikation, wo sie ihren Antwortreflexen und reaktiven Mustern gefolgt sind. Manchmal wissen sogar beide nicht mehr, wie es eigentlich so weit kommen konnte oder sehen die „Schuld“ nur bei einem Teil.
Kommunikation ist ganzheitlich und so sollte man auch Fragen und Antworten ganzheitlich betrachten. So fragte mal ein neidischer Kollege meine Klientin „Es ist ja bekannt, dass Sie … planen. Haben Sie die Kosten unter Kontrolle?“ Sie beschrieb mir Unsicherheit und Wut, antwortete reaktiv mit einem „Ja“, was sie im Nachgang unglaublich ärgerte. Sie konnte die verschiedenen Ebenen nicht auseinanderhalten, spürte aber, dass es gar nicht um die Frage oder die Information ging. Sie spürte die Grenzüberschreitung und Herabsetzung. Sie ärgerte sich darüber, dass sie die Frage nicht als Ganzes verstanden und beantwortet hat. Richtige und souveräne Antwort wäre indes gewesen: „Ob wir das machen ist noch nicht entschieden, deswegen kann ich zu den Kosten nichts sagen.“
Kommunikation ist ganzheitlich
In der ganzheitlichen Kommunikation nehme ich alle Informationsfelder wahr und kommuniziere bewusst ganzheitlich. Ich gehe niemals nur auf einen Teil ein, weiß zum Beispiel das Schweigen als Zustimmung gewertet wird und mein gegenüber genauso ganzheitlich und komplex ist, wie ich selbst. Die Frage ist nur, wie bewusst ist jemand in und über seine Kommunikation. Wer sich all dessen bewusst ist, hat große Macht über sich selbst und eine große Verantwortung gegenüber anderen.
Das Verständnis um die Komplexität und Funktionsweise der Kommunikation schützt mich auch vor einem Missbrauch oder Niederlagen in der Kommunikation. „Warum bekommen andere die Lohnerhöhung, den Job, den Partner etc. und ich nicht? Warum werde ich übergangen, herabgesetzt, ausgeschlossen oder nicht wahrgenommen?“ sind Fragen, die man sich nicht mehr stellen wird, wenn man an seiner Kommunikation arbeitet. Bei Lifecoach-therapie.com ist die Kommunikation auch deswegen einer der drei zentralen Bausteine für ein glückliches und erfolgreiches Leben. Es hilft euch bei der mentalen Gesundheit, im Alltags- und Berufsleben genauso wie in der Partnerschaft und Sexualität.
Denkt immer daran: „Ich bin das Bild, der Maler und der Beobachter.“
Euer Björn
Lifecoach-therapie.com Deine Alternative zum Psychologen
Fazit und Tipps
- Kommunikation ist ganzheitlich und komplex
- Kommunikation ist wechselseitig und spiegelbildlich
- Kommunikation ist Ursache und Wirkung
- Kommunikationstraining ist Persönlichkeitsentwicklung
- Man kann nicht nicht-kommunizieren
- Kommunikation ist Psychologie und Technik
- Kommunikation eine Frage der Kultur und braucht einen passenden Rahmen für die gewünschte Stimulation
- Wer verstehen will, muss zuhören. Nur wer versteht, kann lenken, auch sich selbst
- Nicht zuhören, um zu antworten. Zuhören, um zu verstehen
- Aktives Zuhören, ohne abzulenken oder abzuschweifen
- Kommunikation ist der Schlüssel zu erfolgreichen (zwischen-)menschlichen Beziehungen, auch zu sich selbst.
- Konzentration auf nonverbale Signale wie Körpersprache, Augenkontakt und Tonfall
- Wer zeigt, dass er sich um die Gedanken und Gefühle des Gegenübers kümmert, erzeugt ein tiefes Verständnis, Vertrauen und stärkt die Beziehung
- Vermeiden von Urteilen und Vorurteilen. Jeder hat seine eigene Sichtweise und Gefühle und für jeden ist diese Sichtweise und die Gefühle wahr
- Offenheit und Perspektivwechsel stärken unsere Beziehungen und erweitern unser Verständnis
- Üben von Ehrlichkeit und Offenheit. Wir sollten uns erlauben, uns selbst zu sein und unsere Gedanken und Gefühle auszudrücken, auch wenn sie unangenehm sind
- Wenn du jetzt nicht weiterweißt, buche dir direkt deinen Termin bei mir

