#11 Feindesliebe und Vergebung

#11 Mentale Gesundheit – Feindesliebe und Vergebung

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Liebe Leser,

herzlichen Willkommen im Blog von lifecoach-therapie.com. Hier werde ich explizit auf euch, meine Zielgruppe eingehen, meine Themenbereiche beleuchten und vertiefen. Um den Blog lebendig und spannend zu halten, werde ich diese Artikel mit anonymisierten und verallgemeinerten Klienten-Erfahrungen für euch noch greifbarer machen. Eure Interessen und Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt meiner Artikel. Einerseits um euch direkte Hilfestellungen, anwendbare Tipps und Tricks an die Hand zu geben und andererseits, um euch die Scheu zu nehmen Unterstützung zu suchen.

Auch in der Therapiearbeit, im Life Coaching und Begleitung gilt, dass min. 50% des Erfolges auf Vertrauen und Sympathie beruhen. In dem ihr meine Artikel aufmerksam verfolgt, meine Internetseite, die sozialen Medien und Bilder auf euch wirken lasst, werdet ihr ein besseres Gefühl dafür bekommen, ob wir zueinander passen und ich euch das vermittle, wonach ihr sucht. Mentale Gesundheit, Kommunikation, Paartherapie und Sexualtherapie sind ganz fundamentale Bereiche für alle Männer und Frauen, die unser ganzes Leben bestimmen und die wir zudem selbst beeinflussen können. Manchmal provokant, manchmal humorvoll, werde ich Themen aufgreifen, die euch bewegen oder fesseln.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen. Wenn euch meine Arbeit gefällt, lasst mir doch gerne bei YouTube, Instagram oder Facebook ein Like und ein Abo da. Rückmeldungen, Fragen und Anregungen dürft ihr gerne in die Kommentarfelder schreiben. Wenn ihr mich unterstützen möchtet, könnt ihr mich gerne in eurem Umfeld empfehlen oder eine Bewertung bei Google schreiben. Fazit und Tipps findet ihr wie immer am Ende des Artikels.

Der einzige Weg zum wahrhaftigen Frieden, Frieden mit Dir und Frieden mit anderen, ist die Vergebung und die „Feindesliebe“.

Liebe Leser

Wir dürfen nicht nur die lieben, die gut zu einem sind oder sich so verhalten, wie man es gerne möchte.
Wir können lieben um der Liebe willen, in Achtung der göttlichen Seele in allem.
Die grösste Herausforderung dabei ist seinen Feind zu lieben.
Jene, die einen verletzen, ablehnen, herabsetzen oder auch andersherum.

Wir alle sind im Täter, Opfer und Retter Modus gefangen.
Doch der Täter ein Opfer, der über seine Täterschaft sein Opfersein vergisst.
Der ewige Traumakreislauf. —- AUSSTEIGEN

„Alles Schlimme und vermeintliche Negative bringt das Beste in mir hervor und dienen meinem Weg zum höheren Selbst. Alles geschieht zu meinem Besten.“

„Wenn Du sagst, Du liebst Gott, liebst aber Deinen Bruder nicht, sage ich Dir, Du liebst Gott nicht.“

Alles ist ein Geschenk, eine Lektion und/oder Botschaft.
Alles ist Gottes Werk und dient unserem Besten.
Diese Amor Fati, die Liebe zum Schicksal ist Wohl am besten von Marc Aurell beschrieben und findet sich in den Lehren der Stoizismus wieder.
Vergangene Ereignisse, egal wie schlimm oder schmerzhaft sind nicht umkehrbar.
Es ist aber allein unsere ENTSCHEIDUNG, welche Bedeutung, welches Gefühl wir mit etwas verbinden.
In Dankbarkeit und Vergebung zu gehen ist der einzige Weg, um sich selbst von dem Negativen und dem damit verbundenen Schmerz zu lösen.
Vor allem in der heutigen Zeit, wichtiger denn je.


„Teufel und Gott sind die Extreme, aus denen der Mensch entsteht. Der Teufel ist die vernichtende Kraft, Gott die erschaffende.“ Novalis

Wie soll ich den Teufel/das Böse lieben?
Auch der Teufel verdient den Schutz der Gesetze, denn sonst schützt uns niemand vor dem Teufel.
Der Teufel ist ein gefallener Engel und symbolisiert in allem die Trennung von der unendlichen Liebe, vom Göttlichen schlechthin.
Das Böse kann nichts Gutes erschaffen und braucht die Energie von Liebenden, die der Trennung und dem Negativen anheimfallen.

Gespräch zwischen dem Teufel und Gott:
Ich bin der Teufel und will alles zerstören, sprach der Teufel.
Das ist mir egal, sprach Gott. Ich bin Gott, ich bin der Schöpfer von allem und habe auch Dich erschaffen. Doch Du kannst nichts erschaffen, sondern nur zerstören.

Mit dem gleichen liebevollen Selbstvertrauen sollten wir unseren negativen Gefühlen/Gedanken und Anteilen gegenübertreten.

„Wenn Du Dich von Angst und Mangel befreist, dann spürst Du wie jeder Moment auf seine Art perfekt ist.“

Wir dürfen anerkennen, in was für einer Welt wir alle leben und in die gelebte Selbstverantwortung gehen (Lest hierzu auch Blog #5 und Blog #8 zu Narzissmus Blog und Kraft des Mitteilens).

Die Welt wäre nicht so unfriedlich, scheinheilig und alle sonstigen offensichtlichen Schieflagen wären nicht, wenn wir als Menschheit nicht so wären.

Der Frieden mit Dir im Innen erzeugt den Frieden im Außen und lässt Dich zu-(m) frieden sein.

Heute sagte ich noch bei einer Notfallintervention zu einem Kunden „Einatmen Demut, ausatmen Selbstbewusstsein.“

„Sei voller Demut, wissend dass jeder ersetzbar ist. Sei selbstbewusst genug zu wissen, dass keiner ist wie Du.“

Ganz wichtig ist die Erkenntnis, dass alles was wir sagen, denken, fühlen nach innen bezogen ist, selbst wenn wir all diese Gedanken gegenüber einem anderen Menschen haben.
Das Unterbewusstsein kennt nämlich kein anderes Bewusstsein, nur das eigene.

Es kennt auch keine Negation.
Sprich sage nicht „Ich will keinen Streit.“
– sag „Ich will Frieden. Ich bin (im) Frieden usw.

Dieses konsequent eingeübt und verstetigt, wird dein Bewusstsein und Dein Leben verändern. Es führt Dich in ein Gleichgewicht. Kein nach oben ziehen, kein nach unten fallen.
Kein Besser oder Schlechter.
Einfach genug Sein im Hier und Jetzt.

„Es gibt nur einen Weg. Den Weg zurück zu Dir.“

Streit und Antipathien sind ganz normal.
Jeden zu mögen oder von jedem gemocht zu werden komplett unnatürlich und Ausdruck der völligen Selbstaufgabe.
Wichtig ist vor allem, die eigenen negativen Gedanken und Gefühle ins Licht zu führen.

Wissend das

  1. Das Unterbewusstsein es als Selbstgespräch wahrnimmt und
  2. Das die eigene Schöpferkraft alles daransetzen wird, diese Vorstellungen zu erfüllen.

Die Gedanken an die Vergangenheit oder Zukunft sind allerdings vollkommen irrelevant, sie vergiften nur das jetzt und eine „zukünftige“ Selbstbestätigung (Selbsterfüllende Prophezeiung) von etwas Negativem, kann niemals dem höheren Wohl dienen.

Du musst fühlen/verstehen, dass jeder eins ist mit seinem Kopf und im Endeffekt alles nur gewachsene, erlernte oder aufoktroyierte Konstrukte sind.
Selbst die Vorstellung vom „Glück“ ist nur ein Konstrukt und zudem für jeden anders.
Es geht um zu-(m) Frieden, im Equilibrium sein.
Wer im Gleichgewicht und im Hier und Jetzt ist, der ist in seinen Wahrnehmungen und auch in seinen verstandesmäßigen Möglichkeiten nicht mehr begrenzt.

„Was bin ich, wenn ich nicht meine Gedanken bin? Wer oder was bin ich denn dann?“

Übung beim Gedanken-Karussell:

Was soll mein nächster Gedanke sein?
Dieses unterbricht jedes Karussell.
Frage Dich dann, ob dieser bewusste/gewählte Gedanke deinem höheren Selbst entspricht und dem Wohl aller dient.

Solltest Du hier keine Eindeutigkeit haben, negative Schwingungen in Dir spüren, Gedanken an Neid, Missgunst, Schadenfreude, Wunsch nach Ausgleich usw. haben, ist der bewusste Gedanke noch nicht rein.

Suche den einen Gedanken, der versteht, spürt und in den Frieden führt.
Es gelingt Dir immer noch nicht?

Dann stell Dir vor, der andere hätte nur noch 48h zu leben….
Verändert sich Dein Gedanke, Deine Missgunst etc.?

Wenn auch das nicht klappt, stell Dir vor, Du hättest nur noch 48h zu leben.

Würdest Du wirklich noch in negativen Gefühlen egal wem gegenüberstehen oder würdest Du Deine letzten Stunden auf dieser wundervollen Welt mit Freude und Liebe füllen, Deine Angelegenheiten regeln, beichten, beten und allen und jedem Danke sagen, dass sie Teil Deines Seins waren?

„Für den Krieg braucht es mindestens zwei. Für den Frieden braucht es nur einen.“

Was bei dem Weg der Feindesliebe und Vergebung auch ein gutes Hilfsmittel ist, dass uns nur derjenige verletzen kann, was uns etwas bedeutet.
So erleben wir „Verrat und Verlust“ (tatsächlich o. empfunden spielt dabei keine Rolle) quasi immer von uns nahestehenden.
Anders herum verletzt und entäuscht man in aller Regel auch nur Menschen, an denen einem etwas liegt.
Kinder würden sich zum Beispiel einem narzisstischen oder gewalttätigen Elternteil gegenüber, aus Angst vor Ablehnung/Herabsetzung/Bestrafung/Missbrauch, niemals verletzlich oder von ihrer schlechten Seite zeigen. Das machen sie nur gegenüber dem liebevollen, bedingungslosen Elternteil.

„Nur was in Dir ist, kann sich im Aussen manifestieren.“

Sagt jenen, die euch triggern danke und zieht euch für die Klärung zurück.
Umarmt und integriert eure Gefühle mit Dank und geht auf die Reise nach dem Ursprung.
Probleme sind im Außen, Konflikte im Innen.

„Jede Zerstörung, ein Schrei nach Liebe. Jede Krankheit, ein Schrei nach Heilung.“

„Alles was uns an dem anderen irritiert, kann uns zu einem tieferen Verständnis zu uns selbst führen.“ C.G. Jung

Unsere dunklen oder auch verletzlichen Anteile wollen gesehen und geheilt werden.
Deswegen sind vor allem in Paarbeziehung, die sich in Trauma gefangenen Anteile, wie die eigentlichen Magneten hinter der Anziehung.
Wir gehen zumeist unbewusst mit Menschen eine romantische Verbindung ein, die ein Schlüssel für uns sind und wir für sie.
Dieser psycho-biologische Bindungsmechanismus ist das psychologische Gegenstück zum Fortpflanzungstrieb, nur dass es hier um die Bereinigung der Seele und die Überlebensfähigkeit der Psyche geht.

Leider ist dies den meisten Paaren nicht bewusst, wenn es um Ungleichgewichte, Unausgesprochenes, Krisen bis hin zur Trennung geht.
Wüssten sie es, würden sie den beschwerlichen aber lohnenswerten Weg der Selbsttranszendenz und Selbstüberwindung gehen, die in unfassbarer Tiefe und einem ganzheitlichen Ankommen/angenommen werden mündet.

„Lass Dein Ego sterben.“

Wer all das verstanden hat, geht ganz anders mit sich und anderen um.
Dankbarkeit und Vergebung stellen sich ein.
Alles unfassbar wertvolle Bausteine auf dem eigenen Weg.

Anderen diese Größe zuzugestehen, bedeutet auch sich diese selbst zu schenken.
Ein Weg raus aus Ängsten, Mangel, Vergleich und dem eigenen Ego.
Diesen Wert dem anderen, seinen „Feind“, zuzusprechen, ein Weg der Erlösung und der Freiheit.

„Egal, wie schlimm die Vergangenheit war und welches Trauma dort erlebt wurde, gib deswegen nie Deine Zukunft auf.“

Vergebt euch und jedem.
Mit der Weisheit von heute, würde ich die „Fehler“ der Vergangenheit nicht begehen. Doch eben diese „Fehler“ waren der Weg zu mehr Weisheit.

Also geht euren Weg mit Leichtigkeit und der Reinheit der Gefühle und Gedanken von allem negativen.
Alles geschieht zu Deinem Wohl. Vertraue!

Denkt bitte immer daran: „Ich bin das Bild, der Maler und der Beobachter.“

Euer Björn

Mat. 5 43-48

43 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 44 Ich

aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, 45 so werdet ihr Söhne und Töchter

eures Vaters im Himmel; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über

Gerechte und Ungerechte. 46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr da erwarten?

Tun das nicht auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüsst, was tut ihr da Besonderes? Tun das

nicht auch die Heiden? 48 Ihr sollt also vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist

„Gott ist vollkommen. Gott kann das, was wir nicht,

jedenfalls noch nicht, können. Immer schon tut Gott das, was uns in den Worten Jesu als Zumutung, als unerfüllbare Aufforderung entgegenkommt.

Gott liebt ohne Grenzen. Gott sieht ab von unserem Unvermögen, unserer Begrenztheit, unserer Brüchigkeit.

Er lässt, wie es Jesus in unserer Lesung sagt, „seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte“.

Wo immer wir uns einen Spalt breit öffnen für einen Menschen, der uns nicht liebenswert erscheint; wo immer wir einem Menschen ein Stück weit entgegen gehen, den wir hassen oder verachten, dort lassen wir unsere innere Sonne aufstrahlen. Wie Regen verströmen wir das Übermass an Segen, das in uns drin wie in einem Reservoir bereit steht.

Bereit, sich vollkommen zu verschenken wie Gott sich vollkommen verschenkt hat in Jesus Christus, der vollkommen Gott und vollkommen Mensch war und ist und sein wird, gestern, heute und in Ewigkeit.“ Stina Schwarzenbach

Lifecoach-therapie.com Deine Alternative zum Psychologen

Fazit und Tipps

  • Alles ist ein Konstrukt unser Gedanken.
  • Welche Bedeutung, welches Gefühl geben wir dem oder den/der?
  • Ist die Antwort eine analytische Antwort des Verstandes oder spricht die Wahrheit und Weisheit unseres Herzens?
  • Sprechen wir aus unserem höheren Selbst heraus, samt Selbstüberwindung bzw Selbsttranszendenz.
  • Die Selbsttranszendenz befähigt den Menschen, über sich selbst hinaus zu wachsen und sich und sein Ego/begrenztes Denken zu überwinden.
  • Insbesondere in einer Partnerschaft ist Selbsttranszendenz/Selbstüberwindung entscheidend. Selbsttranszendenz bedeutet, sich am Wahren, Guten und Schönen zu orientieren. Wenn das gelingt, ist es auch viel leichter, sich selbst aus der Distanz zu betrachten. Es ist dann einfacher, seine eigenen Fehler und Schwächen einzugestehen.
  • Vergebung und Liebe auch zu seinem Feind, allem schlechten und bösen, was einem passiert zu empfinden, die entscheidende Schwelle zum Frieden.
  • Wenn du oder ihr jetzt nicht weiterwisst, bucht direkt euren Termin bei mir
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